Volksmusikpreis 2026

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Der Volksmusikpreis des Bezirks Schwaben wird in zwei Kategorien verliehen: "Schwäbische Nachtigall“ und  "Förderpreis Volksmusik".

Die „Schwäbische Nachtigall“ verleiht der Bezirk als Ehrenpreis für besondere Verdienste um die Volksmusik in Schwaben. 2026 wird mit dieser Auszeichnung das langjährige Engagement des Musikpädagogen und Volksmusikanten Uwe Rachuth aus Augsburg gewürdigt.

Der "Förderpreis Volksmusik" geht an an zwei Ensembles aus dem Landkreis Oberallgäu: das "Duo Schatzhauser" und die "Burgglöckler Fehla".

Ehrenpreis „Schwäbische Nachtigall“

Uwe Rachuth

Mit viel Enthusiasmus, Menschenliebe und Hilfsbereitschaft geht der Musikpädagoge Uwe Rachuth all seine Aktivitäten an. Es geht ihm dabei nicht nur um die Vermittlung von musikalischen Fertigkeiten, sondern auch um die Freude am Musizieren, Singen und Tanzen. Im Hauptberuf war Uwe Rachuth mit Leib und Seele Mittelschullehrer, der immer versucht hat, seine Schülerinnen und Schüler für das Fach Musik zu begeistern.

Seit 1979 ist er Dirigent im Blasmusikbereich, aktuell leitet er die Bigband des Kolping-Blasorchester Göggingen. Von 1986 bis 1990 war er Stellvertretender Bundesdirigent des Allgäu-schwäbischen Musikbundes, bei dem er bis heute als Wertungsrichter im Einsatz ist.

Neben der Blasmusik war Uwe Rachuth auch schon früh in der Volksmusikpflege aktiv, etwa mit der Diedorfer Tanzlmusik. 1990 wurde er hauptamtlicher Leiter der in Krumbach neu eingerichteten Beratungsstelle für Volksmusik. Sein Anliegen war die musikalische Grundversorgung einer breiten Bevölkerungsschicht. Beispielgebend war das von ihm initiierte „Aufspiel`n beim Wirt“, eine Aktion, die es auch nicht so versierten Musikanten ermöglicht, sich in ungezwungener Atmosphäre musikalisch zu artikulieren. Einige der Lehrgänge und Veranstaltungen, die er ins Leben gerufen hat, werden bis heute fortgeführt, etwa das Bläserwochenende in Violau oder der Nostalgieball in Krumbach. Für diesen wurde eigens das Hürbener Ballorchester gegründet, das er bis heute leitet.

Ab 2003 war Uwe Rachuth wieder als Mittelschullehrer tätig. Zudem wurde er Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Musikpädagogik an der Uni Augsburg und betreute Lehramtsstudenten für die Grund- und Mittelschulen. Hierbei war es ihm stets ein Anliegen, bei den angehenden Lehrerinnen und Lehrern die Begeisterung für die Blas- und Volksmusik zu wecken. Als Referent bei Volksmusik-Fortbildungen für Lehrer und Referendare ist Uwe Rachuth auch als Pensionär noch immer aktiv. Die Arbeit der Volksmusikberatungsstelle hat er nach seinem Ausscheiden weiterhin begleitet: als Musiker, als Referent und als Ratgeber.

Dass Volksmusik in Schwaben heute auch aus anderen Ländern stammen kann, hat Uwe Rachuth früh erkannt und den musikalischen Austausch mit Augsburger Musikern etwa aus der Türkei oder Afghanistan gesucht. Somit war der Grundstock dafür gelegt, dass es in Augsburg immer wieder zu interkulturellen Begegnungen auf volksmusikalischer Basis kommt.

Förderpreis Volksmusik

„Burgglöckler Fehla“

Das Trio besteht aus Theresa Schneider und Alexandra Althaus
an der Steirischen Harmonika sowie Sophie Eberle am Kontrabass. Alle drei kommen aus Au-Thalhofen, einem Ortsteil von Fischen im Allgäu. Und obwohl sie alle erst Anfang 20 sind, spielen sie bereits seit 7 Jahren zusammen  - und das stilsicher und auf hohem Niveau. Zudem sind sie in ihrer Oberallgäuer Heimat kulturell fest verwurzelt und engagieren sich nicht nur in ihrem eigenen Projekt, sondern darüber hinaus noch als Begleiterinnen für die Jodelgruppe und den Trachtenverein.

Als sympathische Vertreterinnen der Allgäuer Volksmusik sind sie mittlerweile weit über ihre Heimat hinaus bekannt.

Förderpreis Volksmusik

„Duo Schatzhauser“

Die Liebe zur Volksmusik hat Hans-Peter Willer (Klarinette) und Christian Ludwig Mayer (Akkordeon) zum Duo Schatzhauser zusammengeführt. Beide sind Musiklehrer und unterrichten in verschiedenen Orten im Oberallgäu.

Sie wollen zum Erhalt traditioneller Volksmusik beizutragen, aber auch zui hrer Fortentwicklung – und das in ihrer ganz speziellen virtuosen, kammermusikalischen Art. Dabei sind sie auch für andre stilistischen Einflüsse (wie osteuropäische Musik, Jazz und Neue Musik) offen und experimentieren gerne.

Erkennbar ist die gefühlvolle Vortragsweise und der respektvolle Umgang mit der traditionellen Volksmusik in den Arrangements. Das Duo Schatzhauser zeigt auf vorbildliche Weise, wie traditionelle Volksmusik weiterentwickelt werden kann.